Bei der Radar-Fernerkundung werden mit Hilfe von Funkwellen Daten über Objekte oder das Gelände aus der Ferne gesammelt. Da sich die Bedingungen auf dem Schlachtfeld in immer kürzeren Zyklen ändern, ist Zeit ein wichtiger Faktor. Die Radarsysteme der Zukunft werden Multiplattform- und Multisensornetzwerke sein, die in hochdynamischen Umgebungen einsatzfähig sein müssen. Die bestmögliche Verteilung der Aufgaben auf Sensoren und Sensornetzwerke wird zu einem Problem, das mit herkömmlichen Computern nicht in Echtzeit gelöst werden kann.
Quantencomputer versprechen, diese Herausforderung in Zukunft lösen zu können, was einen entscheidenden Vorteil im Bereich des Radar-Ressourcenmanagements darstellen würde. Mit der Teilnahme an QUA-SAR ergänzt HENSOLDT sein seit Anfang 2024 bestehendes Technologiefeld "Quantum Sensing and Technologies" und entwickelt die technologische Ausrichtung von HENSOLDT im Bereich der Quantentechnologien weiter.
"Wir leisten Pionierarbeit auf dem Gebiet der Software-Defined Defence. Die Digitalisierung und Vernetzung von Sensoren steht dabei im Mittelpunkt unserer Arbeit", sagt HENSOLDT-Geschäftsführer Oliver Dörre. "Quantencomputing ist ein wichtiges Zukunftsthema in diesem Bereich, das wir als Unternehmen in unserer Forschung adressieren müssen. Das Forschungsprojekt QUA-SAR im Rahmen der DLR-Quantencomputer-Initiative ist daher eine große Chance, dieses Thema bei HENSOLDT auf die nächste Stufe zu heben."